Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria

 

Was ist der Globale Fonds?

Mit dem Globalen Fonds werden Programme zur Bekämpfung der drei größten Infektionskrankheiten der Welt finanziert: Aids, Tuberkulose und Malaria. Die öffentlich-private Partnerschaft hat seit ihrer Gründung im Jahr 2002 dazu beigetragen, 32 Millionen Menschenleben zu retten.

The Global Fund / John Rae The Global Fund / John Rae

Zwar hat es in den vergangenen Jahren immense Fortschritte gegeben, doch ein Sieg über die Krankheiten ist längst nicht sicher. Jährlich sterben noch immer eine Millionen Menschen an den Folgen von Aids, die Erfolge bei der Malariabekämpfung stagnieren und Arzneimittelresistenzen gefährden Behandlungserfolge gegen Tuberkulose. Betroffen sind vor allem Menschen, die in Armut leben.

Zudem sind die Gesundheitssysteme von Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen oft nicht in der Lage, jedem Menschen Zugang zu grundlegender Gesundheitsversorgung zu ermöglichen. Hier schafft der Globale Fonds Abhilfe. Er unterstützt unter anderem nationale Gesundheitsministerien, die mit Geldern des Globalen Fonds Programme im jeweiligen Land umsetzen können. Die Maßnahmen reichen von Netzen zur Abwehr von Malaria übertragenden Mücken über Tuberkulose-Medikamente sowie HIV-Tests und antiretroviraler Therapie für Menschen, die von HIV betroffen sind, bis hin zur grundsätzlichen Verbesserung der Gesundheitsversorgung. Der Globale Fonds trägt so zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) bei.

Wie wird der Globale Fonds finanziert?

Alle drei Jahre wird der Globale Fonds wieder aufgefüllt  – so auch in diesem Jahr. Die sechste Wiederauffüllungskonferenz findet am 10. Oktober 2019 in Lyon in Frankreich statt. Die Auffüllung geschieht im Wesentlichen durch Länder, aber auch die Privatwirtschaft und Stiftungen beteiligen sich mit Spenden. Wie effektiv der Globale Fonds in den kommenden drei Jahren bei der Eindämmung der drei Infektionskrankheiten wirken kann, wird vor allem von der Höhe der Beiträge der Geberländer abhängen. Der Globale Fonds selbst hat bekannt gegeben, dass er mindestens 14 Milliarden US-Dollar für den kommenden Finanzierungszyklus (2020-2022) benötigt, um erfolgreich gegen die Krankheiten vorzugehen und auf diese Weise 16 Millionen Menschenleben zu retten. Wie effektiv der Globale Fonds arbeitet, zeigen auch seine Erfolge aus den letzten Jahren.

The Global Fund / John Rae The Global Fund / Kuni Takahashi

35 Millionen Menschenleben hat Aids laut UNAIDS seit Beginn der Epidemie gefordert. Für Frauen unter 50 ist Aids sogar die Todesursache Nummer 1 – fast 1.000 Frauen sterben täglich an den Folgen der Krankheit. Um dies zu ändern, werden umfassende Sexualaufklärung, HIV-Schnelltests, Verhütungsmöglichkeiten, Prophylaxen, Medikamente und Impfstoffe benötigt.

39 Prozent der Neuinfektionen mit Tuberkulose werden laut der WHO nicht erkannt oder gemeldet. TB bleibt bis heute die tödlichste Infektionskrankheit der Welt. Ohne die richtige Behandlung sterben im Durchschnitt 45 Prozent aller Erkrankten. Bei Menschen, die den HI-Virus in sich tragen, sind es sogar fast 100 Prozent. Um die Epidemie zu beenden, braucht es wirksame Impfstoffe sowie effektive Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten, die auch für Menschen in Gebieten mit einer schlechten Infrastruktur zugänglich sind.

Alle 2 Minuten stirbt laut der WHO ein Kind an Malaria. Menschen in Ländern Afrikas südlich der Sahara und in Indien sind besonders schwer betroffen: Auf sie entfallen rund 90 Prozent der Neuinfektionen und Todesfälle. Sechs von zehn Todesfälle durch Malaria entfallen auf Kinder. Damit haben Moskitos mehr Menschen getötet, als alle Kriege seit 1400 zusammen. Bei der Zurückdrängung der Krankheit fehlt es an Werkzeugen zur Prävention, Erkennung und Behandlung. Insbesondere in den am meisten betroffenen Ländern.

Infografiken: Der Globale Fonds

Alles Wichtige zum Globalen Fonds, seinen Erfolgen und der anstehenden Wiederauffüllungskonferenz haben wir Ihnen in einer Infografik anschaulich zusammengefasst. 

In der folgenden Infografik erfahren Sie, was der Globale Fonds mit 100 Millionen US-Dollar verändern kann. 

Positionspapier Globaler Fonds

Für den Prozess der Wiederauffüllung und den deutschen Beitrag hat die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ein Positionspapier veröffentlicht. Das Positionspapier „Wiederauffüllung Globaler Fonds – verstärktes Handeln jetzt gefragt“ finden Sie hier.

Was hat der Globale Fonds bisher erreicht?

Seit seiner Gründung im Jahr 2002 hat der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria …

Millionen Menschenleben gerettet

Dank des Globalen Fonds und seinen Partner*innen konnten allein im Jahr 2017 …

Millionen Menschen eine antiretrovirale HIV-Therapie erhalten

Millionen Tuberkulose-Erkrankte behandelt werden

Millionen Moskitonetze zur Malariaprävention verteilt werden

Anja Hajduk (B90/Grüne)

Anja Hajduk, Bundestagsabgeordnete (B90/Grüne), fordert einen starken Beitrag Deutschlands für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria. #FillUptheFund

#FillUpTheFund: Gemeinsames Video

Neunzehn Bundestagsabgeordnete aus fünf Fraktionen setzen gemeinsam mit deutschen Entwicklungsorganisationen ein Zeichen: Die Eindämmung von Aids, Tuberkulose und Malaria braucht mehr politischen Willen. Daher fordern wir gemeinsam einen starken Deutschen Beitrag bei...

Sonja Steffen (SPD)

Sonja Steffen, Bundestagsabgeordnete (SPD), fordert einen starken Beitrag Deutschlands für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria. #FillUptheFund

Till Mansmann (FDP)

Till Mansmann, Bundestagsabgeordneter (FDP), fordert einen starken Beitrag Deutschlands für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria. #FillUptheFund

Carolin Albrecht (Global Citizen)

Die Leiterin von Global Citizen Deutschland, Carolin Albrecht, fordert einen starken Beitrag Deutschlands für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria.

Maike Röttger (Plan International Deutschland)

Die Vorsitzende der Geschäftsführung von Plan International Deutschland, Maike Röttger, fordert einen starken Beitrag Deutschlands für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria.

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